Über den Landespräventionsrat

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Sachverständigenkommission für Kriminalprävention der Hessischen Landesregierung
Sachverständigenkommission für Kriminalprävention der Hessischen Landesregierung

Idee

Der Landespräventionsrat wurde 1992 auf Vorschlag des hessischen Justizministeriums durch einen Kabinettbeschluss aufgrund der Idee eingerichtet, dass eine Kriminalitätsvorbeugung erfolgreicher sein könne, "wenn sie den Käfig der Innen- und Justizpolitik verlässt und ihrerseits Einfluss nimmt auf alle gesellschaftspolitisch maßgeblichen Instanzen".

Aufgabe

Der Landespräventionsrat begreift Kriminalitätsverhütung als eine gesellschaftliche Aufgabe, die umso eher gelingen kann, wenn eine enge und abgestimmte Zusammenarbeit der mit der Verhütung von Straftaten befassten Behörden und den die Arbeits-, Sozial-, Bildungs- und Wohnungspolitik gestaltenden Stellen untereinander als auch ein möglichst viele gesellschaftliche Kräfte einbeziehender Informationsaustausch gewährleistet ist.

Mitglieder

Dem Landespräventionsrat gehören derzeit 33 Personen an. Diese arbeiten bei gesellschaftlichen und nichtstaatlichen Organisationen wie Religionsgemeinschaften, Arbeitgeberverbänden, Gewerkschaften, Landesfrauenverbänden, in der Versicherungswirtschaft, Sozial- und Rechtswissenschaft, beim Landessportbund etc. oder vertreten andere Institutionen. Darüber hinaus sind Mitarbeiter des Justiz-, Innen-, Kultus- und Sozial- sowie des für die Wohnungsbaupolitik zuständigen Ministeriums beteiligt.

Vorsitz und Geschäftsführung

Den Vorsitz des Landespräventionsrates hat Herr Generalstaatsanwalt Prof. Dr. Helmut Fünfsinn, Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt, inne; stellvertretende Vorsitzende sind Frau Prof. Dr. Britta Bannenberg, Universität Gießen und Frau Prof. Dr. Dr. h.c. Gisela Zenz, Universität Frankfurt am Main. Die Geschäftsführung wird durch Frau Staatsanwältin Dorothea Blunck, Hessisches Ministerium der Justiz, wahrgenommen. Herr Prof. Dr. Dieter Rössner, Marburg, ist Ehrenvorsitzender.

Arbeitsgremien

Der Landespräventionsrat beschäftigt sich in zwölf Arbeitsgruppen mit den Themen "Gewalt und Minderheiten", "Gewalt im häuslichen Bereich", "Prävention für ältere Menschen", "Jugendkriminalität", "Ladendiebstahl" (derzeit ruhend), "Praxisorientierte Erfolgskontrolle" (derzeit ruhend), "Bekämpfung illegaler Graffiti" (derzeit ruhend), "Gewalt im öffentlichen Raum bei Schülerinnen und Schülern", "Kinderschutz", "Sport und Prävention", „Suchtprävention“ sowie „Ehrgewalt – Prävention von Gewalt in patriarchalischen Strukturen“. Die Planung aller Tätigkeiten ist dem Plenum und einem dort gebildeten Arbeitsausschuss vorbehalten.

Ziele

Der Landespräventionsrat versucht mithilfe der Geschäftsführung und der Moderation durch das Hessische Ministerium der Justiz, die Präventionsarbeit vor Ort anzuregen und zu unterstützen. Dieses Ziel soll durch die Vorlage von Berichten (siehe "Publikationen") sowie durch jährlich stattfindende Treffen mit den örtlichen Präventionsräten und Projekten erreicht werden. Inzwischen bestehen in Hessen mehr als 170 dieser kommunalen Gremien und Projekte, die durch den "Deutschen Präventionstag" auch bundesweit wahrgenommen werden.

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