Hessens kriminalpräventive Projekte führend in Deutschland

Verleihung des 4. Hessischen Präventionspreises in Wiesbaden / Justizminister Dr. Christean Wagner: „Gemeinsame Arbeit zur Verhinderung von Kriminalität macht das Leben sicherer“.

Wiesbaden. – „Hessens kriminalpräventive Projekte sind führend in Deutschland“, betonte der hessische Justizminister Dr. Christean Wagner anlässlich der Verleihung des 4. Hessischen Präventionspreises im Rahmen des dritten Landespräventionstages in Wiesbaden. Der Hessische Präventionspreis stelle einen wichtigen Impuls für die praktische Kriminalprävention und für ehrenamtlichen Engagement dar.

„Die Menschen haben einen Anspruch darauf, optimal vor Verbrechen geschützt zu werden. Der Schutz der Bevölkerung vor Straftaten beinhaltet neben der konsequenten Verfolgung und Ahndung von Straftaten auch die Vorbeugung“, erklärte der Minister weiter. Dieser wichtigen Aufgabe hätten sich die Präventionsräte auf Landes- und kommunaler Ebene angenommen. Deren Arbeit werde unter anderem durch die Ausschreibung des mit 5.000,- Euro dotierten Hessischen Präventionspreises unterstützt. Der Preis helfe bei der Förderung qualitativ hochwertiger Präventionsarbeit und sei im Jahr 2004 von der R+V Allgemeine Versicherung gestiftet worden.

Die Sieger seien das Boxcamp Philippinenhof-Nordstadt Kassel, das Projekt „INSEL“ (Integration Netzwerk Sozialisation Emotion Lernen) der Psychologischen Beratungsstelle des Caritasverbandes in Seligenstadt und der Präventionswettbewerb „Kasseler - 2 - Jugendfilmpreis 2003/2004“. Das Boxcamp Philippinenhof habe zudem besondere Aufmerksamkeit erlangt, als Bundespräsident Horst Köhler es bei seiner Hessenreise besuchte.

Wagner hob die besondere Qualität der sich am Wettbewerb beteiligenden 18 kriminalpräventiven Projekte hervor und wies darauf hin, dass weitere hessische Projekte sogar mit Bundespreisen ausgezeichnet worden seien. Er verwies besonders auf die Breite der präventiven Überlegungen, die von Familien- und Nachbarschaftshilfen über eine Verbesserung der Sicherheit in großen Wohnanlagen bis hin zu eindrucksvollen pädagogischen, sportpädagogischen und künstlerischen Projekten reichten.

All diesen Projekten sei gemein, dass sie durch frühzeitige Intervention oder kreative pädagogische Aktivität Straftaten schon vor ihrer Entstehung verhindern könnten. Zudem werde mit ihrer Hilfe dem in den vergangenen Jahren zu beobachtenden Werteverfall und der Entsolidarisierung entgegengewirkt. „Die gesamtgesellschaftliche Kriminalprävention gestaltet sich nur dann erfolgreich, wenn sie ressortübergreifend und unter Beteiligung der Bürger angegangen wird und unser Lebensumfeld verbessert“, erklärte der Minister dazu.

Abschließend hob Wagner den hohen Einsatz der an Präventionsarbeit Beteiligten hervor und würdigte ihr ehrenamtliches Engagement. „Sich aus freien Stücken für seine Mitmenschen oder für die Allgemeinheit einzusetzen, ist Ausdruck von Verantwortungsbereitschaft und Solidarität. Ehrenamtliches Engagement macht unsere Gesellschaft menschlicher und wärmer und, bezogen auf die Kriminalprävention, auch sicherer“, führte er aus.

Kontakt für Pressevertreter
Pressesprecher: Herr Dr. Stefan Fuhrmann
Telefon: 0611 32-2695
Fax: 0611 32-2691
E-Mail: pressestelle@hmdj.hessen.de