Ioannis Amanatidis neuer Botschafter des Landespräventionsrates

Ioannis Amanatidis neuer Botschafter des Landespräventionsrates / Vorstellung des 7. Berichts des Landespräventionsrates / Justizminister Jürgen Banzer: „Gelungene Präventionsarbeit macht das Leben sicherer“

Wiesbaden. – Der Hessische Justizminister Jürgen Banzer stellte heute den Bundesligafußballspieler und griechischen Nationalspieler Ioannis Amanatidis als neuen Botschafter des Landespräventionsrates vor und dankte ihm für sein persönliches Engagement für die Präventionsarbeit: „Als herausragender Sportler sind Sie ein Vorbild für die Jugend. Ich freue mich daher besonders, dass Sie den Präventionsrat bei seinen Bemühungen, Kriminalität vorzubeugen, unterstützen und so ein gutes Beispiel geben.“

Ioannis Amanatidis erklärte sein Engagement für den Landespräventionsrat: „Ich hoffe, mit meiner Botschaftertätigkeit viele Menschen anzuspornen, sich ebenfalls klar gegen gewalttätiges Handeln auszusprechen und sich vielleicht sogar ebenfalls für die Präventionsarbeit einzusetzen. Für mich spielt - wie im Fußball - die Jugendarbeit eine große Rolle. Es ist wichtig, dass Kindern schon früh Werte und Normen vermittelt werden. Kinder müssen von klein auf lernen, gewaltfrei und respektvoll miteinander umzugehen. Hier leistet der Präventionsrat gute Arbeit, die ich gerne unterstütze.“ Hierzu ergänzte der Minister, dass das Motto des 12. Deutschen Präventionstages, der am 18. und 19. Juni 2007 in Wiesbaden stattfinden werde‚ „Starke Jugend - starke Zukunft“ offenbar zu Recht gewählt worden sei.

Jürgen Banzer stellte den Leistungsbericht des Präventionsrats vor: „Der heute vorgelegte „7. Bericht der Sachverständigenkommission für Kriminalprävention“ zeigt den Erfolg der kriminalpräventiven Gremien und Projekte in Hessen. Das engagierte Eingreifen, gerade vor Ort, lässt Kriminalität zum Teil gar nicht erst entstehen.“ Die mit unterschiedlichen Themen befassten Arbeitsgruppen des Landespräventionsrates hätten mit einer Vielzahl von Empfehlungen und Vorschlägen in Hessen sowie im Bundesgebiet eine große Zahl von Projekten ins Leben gerufen.

Gemeinsame Intention der Projekte, von denen sich 26 im November 2006 um den 5. Hessischen Präventionspreis beworben hätten - sei, durch frühzeitige Intervention oder kreative pädagogische Aktivität Straftaten möglichst schon vor ihrer Entstehung zu verhindern. Insbesondere den drei ausgezeichneten Schulen sei dies durch weitreichende Sportangebote, Integrationshilfen, Weiterbildungsmaßnahmen, Elternengagement und das Aushandeln sehr konkreter Schulordnungen gelungen.

Die gesamte Präventionsarbeit vor Ort zeige auch messbare Wirkung: Fühlten sich z. B. früher noch rund 50 % der Frankfurter Bürger unsicher, waren es im Jahr 2005 nur noch 13 %, während 18 % der repräsentativ befragten 1.500 Bürger fehlenden Parkraum und zu viel Verkehr in der Innenstadt beklagten. „Das subjektive Sicherheitsempfinden ist ein wichtiger Indikator für die Wirksamkeit der Präventionsarbeit. Wir sind hier offensichtlich auf dem richtigen Weg“, befand der Minister.

Jürgen Banzer hob die Aktualität der Arbeit des Landespräventionsrates hervor, die sich an der sehr intensiven Arbeit in den Feldern „Gewalt im häuslichen Bereich“ und „Prävention für ältere Menschen“ zeige. Wichtig sei, dass sich der Landespräventionsrat auch dem Problem der „Vernachlässigung von Kindern“ annehme, um hier Lösungskonzepte zu erarbeiten. „Der Landespräventionsrat nimmt mit der „Arbeitsgruppe Vernachlässigung von Kindern“ eines der vordringlichsten Themen unserer Gesellschaft in den Fokus, um Vermeidungsstrategien zu entwickeln. Betroffene Kinder und Jugendliche müssen schnell effiziente Hilfe erhalten“, betonte Jürgen Banzer.

Jürgen Banzer dankte allen an der Präventionsarbeit Beteiligten für ihr vorbildliches ehrenamtliches Engagement. „Sich aus freien Stücken für seine Mitmenschen und die Allgemeinheit einzusetzen, ist Ausdruck von Hilfsbereitschaft, tief empfundenem Gemeinsinn, Solidarität und Verantwortung. Ehrenamtliches Engagement gibt der Gesellschaft Menschlichkeit und Sicherheit“, so der Minister.

Bilder der Veranstaltung können bei der Pressestelle des Hessischen Ministeriums der Justiz angefordert werden.

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